Die Heilung der Venus

Ich verwende gerne die Symbole der Astrologie, weil sie allgemein verständlich sind.  Wer von dieser Symbolik nichts hält, verwendet eben Worte wie Weiblichkeit, Sexualität, Erotik, Lust, Kreativität usw.

Die Heilung der Venus erfordert die Bereitschaft tief in sich hineinzugehen um die Kräfte, die dort wirken zu spüren und zu transformieren. Venus zu heilen, erfordert viel Mut und bringt Trauer mit sich, denn man muss sich von der alten Venus verabschieden um die neue, grössere und schönere Venus zu integrieren. Es kommt eine große Angst hoch und man fragt sich, ob man nach der Transformation noch “normale” erotische Gefühle hat. Alles in einem sträubt sich, weil man denkt, man muss auf alles was vorher war, verzichten, aber man weiß trotzdem, dass man es tun muß.

Der Moment, in dem man die alte Venus losläßt, ist mit einer unwahrscheinlichen Angst verbunden. Starkes Herzklopfen und Schweißausbrüche, sowie ein Moment der Todesangst werden verspürt. Denn es stirbt ja wirklich etwas in uns. Wenn man es einen Moment aushält ohne Venus zu leben, wird man danach mit einem überwältigendem Gefühl der Ganzheit durchströmt. Und man weiß, so fühlt sich Weiblichkeit eigentlich an, was vorher war, war nur ein Bruchteil dessen.

Nach der ersten Euphorie über die neue Venus, dauert es danach noch ein paar Tage oder auch Wochen bis die neue Art und Weise zu fühlen im Alltag umgesetzt werden kann.

Sie sind für dieses Thema bereit, wenn Sie das Gefühl haben, auf eine unechte Weise zu fühlen. Wenn Manipulationen in Ihrem Leben eine grosse Rolle spielen oder Sie verspüren den Wunsch wahre Lust und Ekstase zuzulassen. Sie sollten sich nach Hingabe aus Ihrer Weiblichkeit heraus sehnen und nicht nur aus einer Schwäche heraus. Wahre weibliche Hingabe an die Lust ist verbunden mit einem Gefühl der Stärke. Dort wo Sie Schwäche fühlen, handeln Sie niemals aus Ihrer Weiblichkeit heraus.

Auf diese Hingabe kann ein Mann mit echter Männlichkeit reagieren. Wenn die Hingabe künstlich erzeugt wird oder aus der Schwäche heraus kommt, wird der Mann dadurch nicht an seine wahre Männlichkeit kommen, sondern mit Machogehabe oder sonst wie unecht reagieren.

Sie ziehen immer das an, was Ihnen entspricht. Stellen Sie sich zwei Zahnräder vor. Eine Maschine läuft nur, wenn die Zahnräder perfekt ineinander greifen. Wenn Sie irgendwo “falsch” sind, muß es auch der Mann sein, denn sonst würden Sie nicht zusammenkommen. Sind Sie aber “echt”, ist es der Mann auch.

Wenn die Männerwelt nach der Transformation vermehrt Interesse an Ihrer neuen Weiblichkeit zeigt, heißt das natürlich nicht, dass es mit allen passt, sondern nur, dass sich die Männer aus der Tiefe Ihres Herzens nach wahrer Männlichkeit sehnen und sie ausleben wollen.

Damit zwei Menschen zusammen passen, müssen schon ein paar mehr Zahnräder ineinander passen, nicht nur Venus und Mars.

Anmerkung:
Ich möchte hier nicht den Eindruck erwecken, dass man so ganz nebenbei mal eben seine Weiblichkeit ändern kann. Es handelt sich um einen Prozeß, der viele Jahre in Anspruch nehmen kann. Dabei gibt es immer wieder Phasen, in denen das Thema an Brisanz gewinnt und Phasen, in denen es unterdrückt wird. Und erst, wenn man fast das Gefühl hat, entweder ich ändere mich jetzt oder ich sterbe lieber, ist es möglich, wirkliche Transformation herbeizuführen. Man kann solche Prozesse am Besten einleiten, indem man sich sagt “Ich will mein wahres Potential leben.” Das Thema, das dann dran ist, kommt an die Oberfläche.

 

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